Mittelalter - Das Leben als Geächteter
Gaukler, Zigeuner und Wanderhure
Das Leben am Rande der Gesellschaft im Mittelalter war ein sehr hartes. Ausgestoßen
von der Gesellschaft kämpften diese Menschen um Überleben und Anerkennung. Der
Ruf des sogenannten fahrenden Volkes war im Mittelalter sehr schlecht. Dies ist
dadurch begründet, dass sie keinem geregelten Tagewerk nachgingen, keinen
festen Wohnsitz hatten und ihr Geld mit Schauspiel, Kunst und Hurerei verdienten. Auch wenn viele Menschen das fahrende
Volk verachteten, waren dennoch die Feste und Jahrmärkte auch gerade wegen
dieser Menschen im Mittelalter beliebt. Sie erzählten wundersame Geschichten
und lebten ein Leben ohne feste Zwänge. Dies war für viele Menschen im
Mittelalter neu und spannend. Das Reisen war sowieso nur sehr wenigen Menschen
im Mittelalter möglich, da die meisten an ihre Höfe oder Werkstätten gebunden
waren. Das Leben als Gaukler, Zigeuner oder Wanderhure war aber auch mit großen
Gefahren verbunden, denn kein Richter oder Fürsprecher verbürgte sich für die
Taten der Ausgestoßenen. Den Weg aus dieser Gesellschaft fand im Mittelalter
kaum jemand.
Die Ausgestoßenen der mittelalterlichen Gesellschaft
zeichneten sich auch durch charakteristische Kleidung und Farben aus. Auf diese
Weise erkannte man beispielsweise die Huren an den sogenannten Schandfarben.
Auf solcherlei Details achtet man im Liverollenspiel eher weniger. Daher bieten
die Larp Händler, beispielsweise Andracor - Larp, Rüstung, Larp
Waffen, Ritterrüstung, Mittelalter, ihre Waren auch nicht in solchen
Unterteilung an. Jedoch ist die heutige Farbvielfalt durchaus vielfältig,
sodass fast alle Wünsche erfüllbar sind.


