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Pflegetipps zu Lederprodukten

 
 

Wer Lederprodukte intensiv benutzt, egal ob Rüstungen, Kleidung oder Schuhe, wird irgendwann bemerken, das Leder sich über die Zeit abnutzt, wenn man es nicht richtig pflegt. Für einige Larp-Charaktere ist das sicher ein gewünschter Effekt und so mancher Ork verwittert seine Lederrüstungsteile mit Absicht um sie benutzt aussehen zu lassen. Aber auch gepflegtes Leder wird über die Zeit eigentlich nur schöner, wenn man es regelmäßig behandelt.

Hier haben wir ein paar Tipps zusammengestellt wie man Leder richtig pflegt, so dass es lange haltbar ist und auch wiederstandfähig bleibt. Auch Fehler, die man im Umgang mit Leder vermeiden sollte, versuchen wir hier zu klären. Wir gehen dabei vor allem auf unser Andracor Rüstleder und Veloursleder ein, aber vieles lässt sich auch einfach allgemein auf Lederprodukte übertragen.

Aber genug der Einleitung. Springen wir einfach direkt ins Thema!

 

    Aus welchem Material sind eigentlich unsere Andracor Lederprodukte gefertigt?

    Wenn man Leder richtig pflegen will, sollte man wissen welche Sorte Leder man vor sich hat. Im Grunde werden für unsere Lederrüstungen, Ledergewandungen und Lederprodukte zwei Lederarten verwendet.

    Rüstleder: Diese Lederart wird auch Vollrindsleder genannt. Es handelt sich hierbei um ein Naturleder mit einer Stärke von ca. 3 – 4 mm. Dieses Leder ist fest, sehr robust und oberflächengefärbt. Zudem ist dieses Material wasserabweisend, allerdings nicht wasserdicht. Es ist ein glattes Leder in dem man die Narbe (die Hautstruktur) noch gut erkennt.

    Veloursleder: Diese Lederart ist auch als Rauleder oder Wildleder bekannt. Veloursleder ist angerautes Naturleder mit einer Stärke von ca. 1,6 – 1,8 Millimetern. Im Vergleich mit Rüstleder ist es weicher und biegsamer. Es glänzt nicht und ist sehr weich beim darüberstreichen. Ihr solltet bei Produkten aus Veloursleder unbedingt beachten, dass diese Farbe abgeben können (siehe Warnhinweise). Auch diese Art Leder ist wasserabweisend, aber nicht wasserdicht.

    Muss ich eine neue Lederrüstung eintragen?

    Neue Lederrüstungen aus Rüstleder müssen „eingetragen“ werden – ähnlich wie Lederschuhe. Beim ersten Anziehen fühlen sich die Rüstungen etwas starr an. Mit der Zeit wird das Leder aber geschmeidiger und passt sich Eurer Körperform an.

    Um diesen Prozess zu beschleunigen, könnt Ihr Eure Rüstung vor dem ersten Tragen in der Innenseite leicht mit Wasser anfeuchten (z. B. mit einer Wassersprühflasche für Pflanzen) und sie in Form „kneten“ um so den gleichen Effekt wie die Feuchtigkeit von Schweiß zu erzielen und das Leder gleich etwas in die richtige Form zu pressen. Das „Kneten“ geht auch ohne Wasser, erfordert aber Kraft und mehr Geduld bis das Leder die Form hält.

    Die Außenseite sollte man vor dem Tragen immer gut und sorgfältig einfetten (beispielsweise mit Lederfett). Zum Einfetten bitte die Pflegehinweise beachten (Unsere Lederprodukte kommen in der Regel vorgefettet.

    Veloursleder wiederum muss nicht groß eingetragen werden, es ist direkt sehr bequem und passt sich geschmeidig der Körperform an, aber auch hier verändert es über die Zeit seine Form und wird noch besser sitzen.

    Was sollte ich bei der Reinigung von Lederprodukten beachten?

    Kleidungsstücke, Rüstungen und Rüstungsteile aus Rüstleder reinigt Ihr am besten mit einem angefeuchteten Lappen. Dabei ist wichtig, dass Ihr das Leder nicht durchnässen lasst! Verwendet hierbei bitte nur reines Wasser, ohne Zusätze wie Spül- oder Reinigungsmitteln. Nach dem Trocknen solltet ihr es wieder etwas rückfetten.

    Um von Produkten aus Veloursleder Dreck und Schlamm zu entfernen, solltet Ihr die Flecken zuerst trocknen lassen, sonst reibt Ihr den Schmutz ein. Häufig reicht schon ein kräftiges Schütteln der Lederkleidung, Ihr könnt aber auch eine Schuhbürste zur Hilfe nehmen und den Dreck abbürsten. Es gibt für Veloursleder auch spezielle Schwämme oder Radiergummis (die auch für die Schuhreinigung verwendet werden). Hierbei empfehlen wir allerdings, diese Technik vorher an einer kleinen, unauffälligen Stelle zu testen.

    Wie pflege und lagere ich Leder am besten?

    Ein- bis zweimal im Jahr solltet Ihr Eure Lederrüstung aus Rüstleder fetten, dann habt Ihr länger Freude an Lederprodukten. Für das Einfetten eignet sich z. B. unser Lederfett sehr gut. Wir empfehlen: Fettet Eure Sachen mit den Fingern ein – das ist besser als mit einem Lappen, denn durch die Körperwärme öffnen sich die Poren, und das Fett dringt besser in das Leder ein. Ihr könnt auch mit einem Föhn (niedrigste Stufe!) nachhelfen.

    Bitte beachtet: Durch das Einfetten wird das Leder dunkler bzw. dunkelt jedes Mal nach! Ihr könnt auch sonstige Lederpflegeprodukte (die man sonst für Schuhe oder Taschen verwendet) benutzen, diese sollten aber farblos sein. Wenn Ihr Imprägnierspray verwenden wollt: Testet dieses am besten an einer kleinen, unauffälligen Stelle der Rüstung aus. Es kann z. B. durch eine chemische Reaktion die Farbe ablösen oder verändern. Alle Lederrüstungen und Zubehörteile aus Rüstleder werden vorgefettet geliefert.

    Veloursleder allerdings sollte man nicht einfetten, dadurch verliert es seine Weichheit und wird speckig.

    Die Lagerung: 

    Am besten verwendet man für Leder eine trockene, nicht zu heiße, sonnengeschützte Stelle, damit die Farbe nicht ausbleicht.

    Es sollte vollständig trocken sein und am besten in einem Kleidungssack verstaut werden und auf einen Bügel hängen, so behält es die Form und ist sicher vor Staub.

    Was muss ich vermeiden im Umgang mit Leder?

    Grundsätzlich solltet Ihr Euer Lederprodukt nicht durchnässen lassen. Wenn Ihr das Leder in nassem Zustand einlagert, kann es schimmeln!

    Wenn Leder sehr nass wird sollte es auf keinen Fall auf die Heizung oder pralle Sonne gelegt werden zum trocknen, das macht es spröde. Lieber an eine trockene Stelle legen und ab und zu durchkneten damit es nicht zu starr wird.

    Ölflecken oder punktuelle Fettflecken gehen nur sehr schwer raus, wenn sie erst einmal eingezogen sind. Hier muss man schnell handeln. Am besten den Fleck mit frischem Küchenpapier so gut es geht aufsaugen und danach die Stelle mit Wollwaschmittel leicht einreiben und auch dieses wieder langsam raussaugen. Das gleiche Prozedere mit Kreide kann auch funktionieren, da diese Fett bindet. Allerdings ist es nach wie vor das Beste, Fettflecken wenn möglich zu vermeiden, also besser nicht essen wie ein Ork wenn man Leder trägt, es sei denn man ist ein Ork, dann ist das ok!;)

    Grundsätzlich ist Leder eine Tierhaut! Also sind alle Produkte die hautschädlich sind, ziemlich sicher auch schädlich für Leder.

    Verträglichkeit & Warnhinweise

    Bei schwarzem Veloursleder solltet Ihr unbedingt beachtet, dass es abfärben kann, insbesondere dann, wenn es nass wird. Aber auch beim Überziehen kann es Farbspuren hinterlassen.

    Bei farbigem Rüstleder (insbesondere bei grün gefärbtem Leder) kann es bei starker Sonneneinstrahlung über einen längeren Zeitraum mitunter zu einer Aufhellung des Farbtons kommen.

    Wenn das Leder sehr nass/durchnässt wird, können Wasserflecken entstehen, die nicht wieder weggehen.

    Ihr solltet immer ein Kleidungsstück unter der Lederrüstung tragen, da es durch die Tragebewegungen zum schmerzhaften Wundscheuern der Haut kommen kann. Zum anderen fangen die Nieten durch den Schweiß von innen an zu rosten wenn sie auf nackter Haut liegen.

    Die Lederrüstungen haben keine Schutzwirkung, egal ob im Kampf oder auf dem Motorrad! Es handelt sich trotz der robusten Verarbeitung und der hochwertigen Materialeigenschaften um reine Dekorationsartikel! Bei Schaukämpfen können die Rüstungen getragen werden.

    Bei Fragen rund um unsere Lederprodukte stehen wir euch natürlich immer per Support-Hotline oder über Facebook zur Verfügung.

    Euer Team von Andracor

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